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Vorwärtskalkulation: vom Einkaufspreis zum Verkaufspreis

Die Vorwärtskalkulation ist das Standardverfahren im Großhandel. Du startest mit dem Listeneinkaufspreis und rechnest Schritt für Schritt bis zum Brutto-Listenverkaufspreis.

Schema der Vorwärtskalkulation

  1. Listeneinkaufspreis (LEP)
  2. − Lieferrabatt → Zieleinkaufspreis (ZEP)
  3. − Lieferskonto → Zieleinkaufspreis netto (ZEPn)
  4. + Bezugskosten → Bezugspreis (BP)
  5. + Handlungskosten → Selbstkosten (SK)
  6. + Gewinnaufschlag → Barverkaufspreis (BVP)
  7. − Kundenrabatt → Zielverkaufspreis (ZVP)
  8. − Kundenskonto → Barverkaufspreis bei Skonto
  9. + Mehrwertsteuer → Listenverkaufspreis (LVP)

Beispielrechnung

Ein Händler kauft Ware zum Listeneinkaufspreis von 100 €. Er erhält 10 % Lieferrabatt und 2 % Lieferskonto, hat 5 € Bezugskosten, kalkuliert 20 % Handlungskosten und 20 % Gewinn, gewährt 5 % Kundenrabatt und wendet 19 % USt an.

Ergebnis: LVP = 151,72 €. Die vollständige Aufschlüsselung mit allen Zwischenschritten findest du im Rechner.

Wann nutzt du die Vorwärtskalkulation?

Immer dann, wenn der Einkaufspreis bekannt ist und du den Verkaufspreis ableiten willst. Das ist der Normalfall im Großhandel, in der Industrie und im Online-Handel.